Diamantarten

Die Art des in Schleif- und Polierflüssigkeiten verwendeten Diamanten hat einen erheblichen Einfluss auf die Eigenschaften des Endprodukts. Industriediamanten werden in natürliche und synthetische Diamanten unterteilt, die jeweils mit unterschiedlichen Verfahren hergestellt werden.
Natürliches Diamantmikropulver wird typischerweise aus Diamanten minderer Qualität hergestellt, die zwar für Schmucksteine ungeeignet sind, aber häufig in industriellen Anwendungen Verwendung finden. Natürliche Diamanten sind jedoch relativ selten und unterliegen Schwankungen in den natürlichen Ressourcen.
Synthetische DiamantenSynthetische Diamanten hingegen werden durch Hochtemperatur-/Hochdruckverfahren hergestellt. Dabei wird Graphit mithilfe eines Metallkatalysators in Diamant umgewandelt, der gemeinhin als einkristalliner Diamantschleifstoff bezeichnet wird. Die Qualität dieser synthetischen Diamanten kann stark variieren, von hoher Reinheit bis hin zu hohen Verunreinigungsgraden. Einkristallines Diamant-Mikropulver entsteht durch weiteres Zerkleinern von Diamantpartikeln und anschließende Mikronisierung des Pulvers. Das Ergebnis ist ein weit verbreitetes Material.
Eine weitere Art von synthetischem Diamanten wird durch die Zündung von Sprengstoff hergestellt, der um Graphitstäbe gewickelt ist. Die extreme Hitze und der Druck der Explosion wandeln Graphit direkt in Diamanten um. polykristalliner DiamantDies führt üblicherweise zu Diamantgrößen unter 10 Mikrometern, die für das Schleifen und Polieren ebenfalls mikronisiert werden müssen. Polykristalline Diamanten sind zwar nicht so weit verbreitet wie Einkristalldiamanten, aber in der Regel teurer.
Darüber hinaus werden Nanodiamanten in kontrollierten Umgebungen durch die Detonation von Plastiksprengstoff hergestellt. Die Explosion erzeugt einen Rückstand, der geringe Mengen minderwertiger Diamanten, sogenannte Nanodiamanten, enthält. Nach Reinigung und Dispergierung weisen diese Nanodiamanten typischerweise eine Größe von weniger als einem Mikrometer auf. Obwohl ihre Herstellung weniger komplex ist als die von Einkristall- oder polykristallinen Diamanten, erreichen sie in Schleif- und Polieranwendungen nicht die Leistungsfähigkeit von mikrometergroßen Diamanten.
Unter allen Faktoren, die die Schleif- und Polierleistung von Flüssigkeiten beeinflussen, ist die Partikelgröße entscheidend. Die mittlere Partikelgröße bestimmt die Abtragsrate und die resultierende Oberflächenrauheit bzw. den Grad der Kratzer. Sowohl einkristalline als auch polykristalline Diamanten lassen sich anhand präziser mittlerer Partikelgrößen und prozentualer Toleranzen klassifizieren.
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